Alti Fabriknäscht Clique

Bereits im Jahr 1923 wurde die Clique durch Mitglieder des Gesangvereins Frohsinn im Gasthaus Friedlinger Hof gegründet. Es waren überwiegend Färber der Textilindustrie, die damals noch durch die Firmen Schusterinsel und Schetty vertreten waren. Daraus wurde auch der Name abgeleitet.
Die Fabriknäscht-Clique ist die älteste Clique in der Weiler Fasnachtsgeschichte.

Man beschränkte sich in den Anfangsjahren auf das Schnitzelbanksingen in Friedlingen und Basel, wobei dies heute in Basel undenkbar wäre. Die Fabriknäschtler feierten damals grosse Erfolge mit ihren Auftritten. In den 30er Jahren führte man erste Umzüge von Friedlingen nach Weil durch, bis dies dem Strassenverkehr zum Opfer viel und nicht mehr erlaubt wurde. Schliesslich sorgte der Krieg für eine Unterbrechung, doch bereits 1947 fand man sich unter der Leitung von Max Boos wieder zusammen und konnte erneut mit 36 Mitgliedern die Fasnacht in eines Umzuges gestalten. In den 50er Jahren nahmen die Fabriknäschtler bereits an Umzügen in Lörrach und Altweil teil. Jedes Jahr und das bis heute, wird für die Fasnachtskampagne ein Sujetwagen gebaut, bis 1985 wurden sogar eigens dafür Larven und Häs passend zum Sujet angefertigt. Erst im Jahr 1985 lies man sich Holzmasken schnitzen. Das heutige Häs gehalten in den Stammfarben blau und gelb und die aktiven Fasnächtler sind überall bekannt. Seit jeher wird das Gätzi, die sogenannte Färberkelle, als Symbol mitgeführt. In den Jahren 1969 bis 1980 führte man in Friedlingen den beliebten Kinderumzug durch und im Jahr 1977 hat man die alte Tradition, das Schnitzelbanksingen, wieder ins Leben gerufen und ist seither als Ghetto-Singers in den Gaststätten unterwegs. Ebenfalls seit 1977 eröffnen die Fabriknäschtler immer im November mit einer eigenen, sehr beliebten Veranstaltung im Kirchensaal in Friedlingen die Fasnachtskampagne. Natürlich folgen auch Sie wie alle anderen Cliquen Einladungen von auswärtigen Cliquen und Zünften während der Fasnachtszeit. Unter dem Jahr sind Sie sehr aktiv, sei dies am Haltinger Sägischopffescht oder in ihrem Vereinsheim, ein Ort, der wöchentlich Treffpunkt ist um Sitzungen oder einfach die Kameradschaft zu pflegen.